Festgottesdienst zur Gemeindehochzeit

veröffentlicht 21.04.2026, Gesamtkirchengemeinde am Schiffenberg

Am 19. April feierte die Evangelische Gesamtkirchengemeinde am Schiffenberg den Weg in die Zukunft. Fünf Kirchengemeinden – Albach, Garbenteich, Hausen, Steinbach und Watzenborn-Steinberg – haben sich am 1. Januar 2026 einander versprochen und feierten nun ihre Hochzeit. Außerdem wurde die neue Gemeindepädagogin Lena Franke in ihren Dienst eingeführt. Bericht und Fotos von Roger Schmidt

Der große Saal im Dorfgemeinschaftshaus Albach war am Sonntagnachmittag bei der so bezeichneten Gemeindehochzeit der neu gebildeten Gesamtkirchengemeinde „Evangelisch am Schiffenberg“ bis zum letzten Platz gefüllt. Die Atmosphäre war von Feierlaune geprägt. Dabei feierten die Gemeindemitglieder aus den fünf Gemeinden Albach, Garbenteich, Hausen/Petersweiher, Steinbach und Watzenborn-Steinberg einen Festgottesdienst mit dem stellvertretenden Dekan Pfarrer Andreas Specht, den Pfarrerinnen Jutta Hofmann-Weiß, Marisa Mann und Sabine Guder sowie mit Kirchenvorständen. 

Dazu gab es Musik mit dem Evangelischen Kirchenchor „Gospel and more“ aus Steinbach, dem Kirchenchor Watzenborn-Steinberg und den jungen Singenden der Evangelischen Singschule am Schiffenberg. Als „Trauspruch“ hatte sich die Gemeindevertreter die diesjährige Jahreslosung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“ passend für den neu gebildeten Bund ausgesucht.

Unter den über 300 Gästen konnte Kirchenvorstandsvorsitzender Wolfgang Schmandt aus den beiden politischen Gemeinden, den Pohlheimer Bürgermeister Andreas Ruck und aus Fernwald den ersten Beigeordneten Gerhard Pitz sowie von der katholischen Kirche die Pastoralreferentin Dr. Kerstin Rehberg-Schroth willkommen heißen. „Wir feiern heute Hochzeit und bringen unsere Freude zum Ausdruck.“ unterstrich Pfarrerin Sabine Guder, bevor die Gemeinde „Lobe den Herren“ gemeinsam anstimmte. 

Rückblick auf den Prozess des Zusammenschlusses

Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß hob die Ähnlichkeit zwischen der Hochzeit eines Paares und dem Zusammenschluss hervor. Die fünf Gemeinden hätten Ja-gesagt, so Pfarrerin Marisa Mann. Es wurde noch einmal an den Prozess von den ersten Gesprächen, der guten Zusammenarbeit, der Wichtigkeit von Kompromissen und der Bereitschaft Verantwortung von allen Verantwortlichen zu übernehmen erinnert. Das gemeinsam entworfene Logo mit seinen fünf Farben, symbolisiere wie ein Ehering die Verbundenheit verdeutlichte Guder. Die Gründungsurkunde mit dem Datum des 1. Januar 2026 sei so wie eine Traubescheinigung, die den offiziellen Charakter des Zusammenschlusses unterstreiche. Sie wurde durch die Pfarrerinnen an Wolfgang Schmandt übergeben. Jetzt sei die Kirchenfamilie fünfmal so groß, so Pfarrerin Marisa Mann. 

Neue Gemeindepädagogin

Fünf Kirchengemeinden mit unterschiedlichen Menschen mit dem theologischen Verkündigungsteam, der Kinder- und Jugendarbeit, der Kirchenmusik und den Mitarbeitenden im Gemeindebüro bilden nun eine neue Einheit symbolisierten die Kirchenvorstände Angelika Weis, Mathieu van der Linden, Sonja Kühlmann und Wolfgang Schmandt in Collagen auf der Bühne. Vom Dekanat Gießen war der stellvertretende Dekan Andreas Specht zur Gratulation gekommen. Er bezeichnete die neue Gemeindepädagogin Lena Franke als besonderes Geschenk für die neue Gemeinde, die ihren Dienst am 1. April bereits angetreten habe. Offiziell führte er sie an diesem Festtag in ihr Amt ein. Er ermutigte die Gäste im Anschluss mit ihr ins Gespräch zu kommen. 

Zudem überreichte er eine Osteruhr als Geschenk, bei der der Sand von unten nach oben fließt. Sie zeige das dank Gott vieles möglich sei. „Jesus in my house“ und „Schau auf die Welt“ stimmten die Singenden der Chöre unter Gesamtleitung von Kantorin Cordula Scobel an, die von Marion Bathe und Rie-Luise Schöffmann am Klavier, Sandra Klein, Laura Sattler und Steffen Steinmetz-Bonzelius an den Flöten und Thekla Schulz-Nigmann am Akkordeon begleitet wurden zum Ende des Gottesdienstes an. Im Anschluss feierten alle Gäste gemeinsam bei Kaffee und von den Gemeindemitgliedern gespendeten Kuchen. Für die Kinder gab es draußen einen Spielparcours.