Peter Bongard
Wenn Sie einen Menschen verloren haben, ist das oft ein Einschnitt im eigenen Leben. Wir möchten Ihnen bei Ihrer Trauerarbeit zur Seite stehen und helfen den Abschied zu gestalten.
Das Bestattungsinstitut weiß in der Regel, welche Pfarrerin für die Trauerfeier zuständig ist und informiert diejenige. Wir rufen Sie dann an, um mit Ihnen einen Termin zu vereinbaren.
Selbstverständlich können Sie auch mit unserem Gemeindebüro oder einer der Pfarrerinnen Kontakt aufnehmen. Wir benötigen eine Sterbeurkunde.
Wenn Sie sich zuhause, im Krankenhaus oder auch Pflegeheim von ihrem verstorbenen Angehörigen verabschieden wollen, gibt es die Möglichkeit einer kleinen Abschiedsandacht, der Aussegnung. Die Aussegnung ist eine Form des Abschiednehmens, die noch in vertrauter Umgebung stattfindet. Wir sprechen ein Gebet, hören auf ein Bibelwort und vertrauen die Verstorbene/ den Verstorbenen auch im Tod Gott an.
Im Trauergespräch erzählen Sie aus dem Leben des Verstorbenen. Das Gespräch fällt unter die Schweigepflicht, Sie müssen also keine Sorge haben, dass Informationen, die Sie vertraulich an Pfarrerin/Pfarrer gegeben haben, aus diesem Gespräch weiter gegeben werden. Besondere Wünsche für die Trauerfeier werden gemeinsam besprochen.
In unseren Ortskirchengemeinden finden die Trauerfeiern an verschiedenen Orten statt. In der Traerhalle des Friedhofs oder in einer der Kirchen. Darüber informiert Sie das Gemeindebüro.
Im Anschluss an die Trauerfeier gehen wir dann mit der Urne oder dem Sarg zum Grab bzw. zur Urnenwand.
Bei einer Urnenbestattung, bei der die Trauerfeier voraus gegangen ist, wird die Urne zum verabredeten Termin vom Bestattungsunternehmen aufgebahrt. Dort halten Pfarrerinnen eine kurze liturgische Feier um dann anschließend die Verstorbene/den Verstorbenen auf dem Friedhof ihrer/seiner letzten Ruhestätte zu übergeben.
In den vergangenen Jahren wird neben der Bestattung auf den örtlichen Friedhöfen, viele weitere Bestattungsformen möglich, die sie mit ihrem Bestattungsunternehmen besprechen können. Besonders wird zunehmend die Möglichkeit der Bestattung in einem Friedwald genutzt. Eine Trauerfeier ist an der Andachtsstelle im Friedwald möglich mit anschließender Beisetzung der Urne. Auch in der Kirche ist eine Trauerfeier möglich mit anschließender oder späterer Beisetzung im Friedwald.
Ihre verstorbene Angehörige/Ihr verstorbener Angehöriger wird in der Regel am Sonntag, der auf die Beerdigung folgt, in das Fürbittgebet unserer Gemeinde eingeschlossen, wenn Sie das wünschen. Zu Beginn des Gottesdienstes zünden wir für Ihre Angehörige/Ihren Angehörigen eine Kerze an. Dies ist eine Erinnerung an unseren Glauben, dass Gottes Liebe uns Menschen durch das Dunkel des Todes in sein ewiges Licht geleitet und wir in seinem Frieden geborgen sein dürfen.
Am Ewigkeitssonntag/Totensonntag werden alle Menschen, die im Kirchenjahr gestorben sind, mit Namen verlesen. Auch dann wird für sie nochmal eine Kerze angezündet. Sie erhalten von uns eine gesonderte Einladung zu diesem Gottesdienst.
Wer nicht Mitglied unserer evangelischen Kirche ist oder ausgetreten ist, kann von uns nicht kirchlich bestattet werden. Stattdessen kann ein Redner eine Trauerfeier durchführen. Die Kosten für den Redner müssen Sie selbst bezahlen, und die Bestattung gilt dann nicht als kirchliche Bestattung. Wenn Sie als Angehörige Trost suchen, können Sie sich selbstverständlich an Ihre Pfarrerin wenden.