GEP
Thomas, einer der Jünger Jesu, ist bekannt als der "ungläubige" Thomas. Nach Jesu Tod sind seine Jünger verängstigt und ratlos. Sie verbringen viel Zeit zusammen, auch mit den Frauen, die an Jesu Grab waren und erzählen, dass sie Jesus gesehen haben. Die Jünger können das kaum glauben, aber dann erscheint Jesus plötzlich zwischen ihnen.
Davon erzählen sie Thomas, als dieser zu ihnen kommt. Thomas weigert sich das zu glauben und besteht darauf Jesus persönlich sehen zu wollen. Und dann kommt Jesus, und Thomas bekennt: " Mein Herrund mein Gott." Darauf fragt Jesus ihn: Weil du mich gesehen hast, glaubst du? Selig sind aber die, die nicht sehen und doch glauben!
Was bedeutet das für uns aufgeklärte, kritische Menschen des 21. Jahrhunderts, die immer mehr Informationen, vermeintliche Tatsachen und alternative Fakten hinterfragen müssen? Was können wir glauben? Zeigen die Bilder, die wir sehen die Realität oder sind sie künstlich verändert? Wie Thomas müssen wir zunehmend den Wahrheitsgehalt von Informationen bezweifeln.
im Hebräerbrief lesen wir im 11. Kapitel: „Es ist der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft und ein nicht Zweifeln an dem, was man nicht sieht.“
Der Glaube an Gott also kann uns Halt und Orientierung geben, Zuversicht und verlässliche Hoffnung schenken.
Auch Gott kann man nicht sehen. In Jesus hat er aber menschliche Gestalt angenommen und uns gezeigt, dass in der Nachfolge Jesu Liebe, Güte und Wahrheit unter uns wirken können.
Im 13. Kapitel des Briefes an die Menschen in Korinth schreibt Paulus:
Nun bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe diese drei. Aber die Liebe ist die Größte unter ihnen.
Glaube und Hoffnung sind unsichtbar, werden aber unzweifelhaft sichtbar in liebevollem Handeln.
Adelheid Wehrenfennig