GEP

Monatsspruch für den Mai

Hoffnung, ein wichtiges Wort am Anfang des Textes, der uns durch den Mai begleiten wird. 
Im Wörterbuch lese ich: Hoffnung ist zuversichtliche Erwartung und Vertrauen in eine gute Zukunft. Wie der Anker, der einem Schiff in aufgewühlter See Halt gibt, so kann Hoffnung Mut und Kraft schenken. 

Der Verfasser des Hebräerbriefes spricht aber nicht von Hoffnung im Allgemeinen, sondern von der besonderen Hoffnung, die uns Ruhe und Zuversicht geben kann. Er nennt als Beispiel Abraham, dem Gott zahlreiche Nachkommen versprochen hatte. Obwohl er sehr lange auf die Erfüllung dieser Verheißung warten musste, gab er die Hoffnung und den Glauben an Gottes Zusage nie auf. 

Auch Jesus sprach immer wieder davon, dass wir uns auf Gott und seine Treue verlassen können: 
Gott will uns unsere Sünden vergeben. 
Alle, die mühselig und beladen sind will er stärken. 
Jeden Tag will er bei uns sein und am Ende uns ewiges Leben in seinem Reich schenken. 
Wenn wir uns auf diese Zusagen verlassen, können wir die Herausforderungen des Lebens hoffnungsvoll annehmen.  

Am 27. Mai gedenken wir des 350. Todestages von Paul Gerhardt, der in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges lebte. Obwohl seine Frau und vier seiner fünf Kinder früh starben, zweifelte er nie an Gottes Liebe und seiner Hilfe. Aus seinem bekannten Lied „Befiehl du deine Wege…“ sollen die Verse sechs und sieben am Ende dieser kurzen Betrachtung stehen. 

"Hoff, o, du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 

Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat."

 Adelheid Wehrenfennig